Einkochen – aber richtig!

3 Zentimeter!!!!

Beim Einkochen soll der Inhalt der Gläser 3 cm unter dem Glasrand bleiben. Der Grund ist relativ einfach: Beim Einkochen dehnt sich das Einkochgut aus. Wenn nicht genug Platz dafür ist quillt es entweder über oder es presst sich in die Gummiringe und dadurch entsteht eine Keimbrücke. Das klingt nicht nur unangenehm, das führt auch dazu, dass das Einkochgut verdirbt oder sich sogar Botulismus entwickelt.

Habt ihr euch auch schon mal gefragt wie ihr feststellen könnt ob diese vermaledeiten 3 Zentimeter zum Glasrand eingehalten sind? Es gibt sicher Menschen die haben ein tolles Augenmaß – da gehöre ich nicht dazu. Vielleicht gibt es auch welche die jedes Glas mit dem Lineal nachprüfen – da bin ich einfach zu faul.
Da ich seit zwei Tagen faul im Krankenbett liege kam mir eine Idee.
Wenn man die Klammern der Weck-Gläser falsch herum auf den Glasrand legt ist der untere Rand der Klammer wo? Genau und zwar ganz genau 3 Zentimeter unterhalb des Glasrandes.

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Fermentieren

Blaukraut 2 x pur und einmal mit Äpfeln

Ja, ich weiß schon es ist nicht so ganz richtig, aber so hat es auch schon mit dem Sauerkraut geklappt.

Das mit dem Fermentieren ist ja auch so eine Sache an dem sich die Geister scheiden. Ich wollte es perfekt machen aber ich bin tatsächlich an der einfachen Sache gescheitert, dass ich keine Gewichte habe und das Zeug verarbeitet werden musste.

Die richtige Methode wäre gewesen, ein Gewicht auf das Kraut zu legen damit es nicht aus der Lake blubbert und versucht zu fliehen. Da aber kein Sauerstoff in die Gläser gelangt hoffe ich einfach, dass es klappt.

Ich hoffe es klappt und wenn das fertig ist wird RICHTIG fermentiert. Ich werde dann genauer berichten.

Langeweile?

Meine herzallerliebste Nageltante meinte vor kurzem: „Also wenn ich sehe was du in letzter Zeit alles in der Küche treibst, dann glaube ich dir ist langweilig!“

Leider ist mir nicht langweilig aber mich hat da ein uraltes Verlangen gepackt. Ja, ich koche gerne. Ja, ich mag gerade die alten, einfachen Rezepte. Ja, ich bin ein Vorratsmensch.

Dann kam Corona…. und dann kam Facebook … und dann kamen diese unsäglichen Facebook-Gruppen … Landküche, Einkochen, Fermentation, Nudelherstellung …. da war es um mich geschehen.

Wobei ich ja sagen muss, dass das die beste Seite von Facebook ist.

Ich bin der Sucht erlegen. Aber was richtig schön ist, ist die Freude die ich Verwandten, Freunden und Bekannten mit diesen DIY-Geschenken machen konnte. Alleine dafür hat es sich gelohnt.

Nudelsuppe

Als Kind wohnte meine Oma schräg gegenüber. Wenn sie ihre berühmte Hühnersuppe mit Nudeln kochte konnte meine Mutter machen was sie wollte. ICH war dann bei Oma zum Essen.

Seit neuestem bin ja auf dem Einkochtrip und als ich neulich ein schönes Suppenhuhn ergattert habe gab es nicht nur ein schönes Hühnerfrikasee sondern auch gleich noch 4 Gläser Hühnerbrühe mit Fleischeinlage zum Einkochen.

Also wurde heute schnell ein Glas geöffnet, die Nudeln gekocht und reingeschmissen und „hexhex“ war nach 10 Minuten die perfekte Nudelsuppe fertig.

Einkochfieber

Ich glaube ich habe es mal kurz erwähnt, dass ich seit Corona neue Süchte habe. Anfang des Jahres war es die Sucht aus allem was nicht niet- und nagelfest oder einfach zu früh verblüht war, Säfte und Sirup herzustellen.

Nun bin daraus in die nächste Sucht geraten. Das „Einkochfieber“! Es fing mit Mirabellen an, die konnte ich dann gleich mal wegschmeißen und ging mit Zucchini, Kartoffeln, Karotten weiter zu Bolognaise, Kürbissuppe und jetzt zu Hühnerbrühe und Apfelmus.

Hühnersuppe mache ich schon lange selbst und hab es bisher immer eingefroren. Apfelmus hat sich ergeben als mir liebe Freunde einen großen Korb Fallobst aus dem Garten schenkten. Wer kann da schon Nein sagen.

Der Vorteil vom Einkochen liegt insbesondere für einen kleinen Haushalt auf der Hand. Einfach die Gläser „aufwecken“, warm machen und genießen.

4 Gläser Hühnerbrühe und 13 Gläser Apfelmus warten auf Ihren Einzug ins Kellerregal