Vanillekipferl

Ich liebe Vanillekipferl aber ich bin halt nicht so die große Bäckerin. Geschmacklich sind sie wunderbar nur an der Optik muss ich echt noch arbeiten.

Zutaten:

90 g Zucker
200 g Butter
250 g Mehl
150 g geschälte, geriebene Mandeln
Vanillezucker und normaler Zucker

Zubereitung:

Zucker, Mehl, Mandeln und Butter zu einem Teig verarbeiten. Eine schmale, lange Rolle formen, davon gleichmäßige Stückchen abschneiden und leicht ausrollen. Zu kleinen Hörnchen formen. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech im vorgeheizten Backofen bei ca. 160° C 13 Minuten blass backen und heiss in dem mit Vanillezucker vermischten Zucker wenden.

Strangolapreti

Strangolapreti sind eine rustikale Spezialität aus Trentino-Südtirol und bereits in den Kochbüchern des 15. Jahrhunderts zu finden.

Wer das Rezept erfunden hat, weiß man nicht mehr. Wann es berühmt wurde, jedoch schon – galten die kleinen Knödel doch während des Konzils von Trient als Lieblingsgericht der in der Stadt versammelten geistlichen Würdenträger.

Gerade im katholischen Italien wirkt der Name des Gerichts – Strangolapreti (Strozzapreti) heißt wörtlich übersetzt „Priesterwürger“ – doch recht respektlos: Einerseits wird erzählt, dass sich gierige Prälaten durch hastiges Essen oft an den Nockerl verschluckten. Andererseits war es vielerorts Brauch, dass nach der Messe die Frauen der Gemeinde abwechselnd den Priester zum Mittagessen zu sich einluden. An diesem Tag bekam der Diener Gottes sowohl den Ehrenplatz am Tisch als auch die größte Portion. Beides stand normalerweise dem Hausherrn zu. Und es mag den einen oder anderen gegeben haben, der dem Priester wünschte, beim nächsten Bissen zu ersticken.

Zutaten:

200 g Würfel altbackenes Weißbrot oder Brezeln, 200 g TK-Spinat (im gefrosteten Zustand abgewogen, oder 500 g frischen Spinat), 50 g geriebenen Parmesan, 150 ml Milch, 2 Eier, Salz, Pfeffer, einige kleine Salbeiblätter, Olivenöl, Semmelbrösel.

Zubereitung:

Den tief gefrorenen Blattspinat (keinen Rahmspinat!) mit etwas Wasser in einem Topf bei geringer Hitze auftauen. In der Zwischenzeit das Weißbrot (Brezeln) klein würfeln und mit lauwarmer Milch, den Eiern, etwas Salz, geriebenem Parmesan und am Schluss mit dem Spinat gut verkneten (den Spinat habe ich etwas klein gehackt und härtere Stängel entfernt). Die Mischung mindestens 1 Stunde im Kühlschrank stehen lassen. Sollte der Teig danach zu fest sein, noch etwas Milch hinzufügen oder falls er zu weich sein sollte etwas Semmelbrösel hinzugeben.

Mit “bemehlten” Händen einen Probekloß formen und in siedendem (nicht kochendem) Salzwasser 10 – 15 Minuten ziehen lassen. Wenn er die richtige Konsistenz hat, mit den restlichen Klößchen genau so verfahren. Vor dem Servieren in Salbei-Butter anbraten und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Dazu passt ein gemischter Salat

Marzipankartoffeln mit Nougatkern

Ich konnte einfach nicht widerstehen…

ZUTATEN:

200 g Marzipan

75 g Puderzucker

75 g Nougat

100 g Zucker

50 g Kakaopulver

ZUBEREITUNG:

Das Marzipan mit dem Puderzucker kneten bis eine geschmeidige Masse entsteht. Rollen Formen und in kurze Stücke schneiden. Die Stücke flach drücken und ein kleines Stück Nougat reinlegen, zusammenklappen und zur Kugel formen.

Den Zucker und den Kakao mischen und die Kugeln darin wälzen.

Einfach aber himmlisch.

Bruchschokolade

Manchmal glaube ich wirklich, dass ich zuviel Zeit habe … was aber nicht stimmt.

Zutaten:

10 Tafeln unterschiedliche Schokolade à 100 g

Dekozeug was der Vorratsschrank hergibt

Zubereitung:

Die Tafeln nebeneinander auf ein Blech legen. Bei 50 Grad im Backofen 15 Minuten schmelzen lassen. Mit einer Gabel die Schokolade marmorieren. Dann mit dem Dekozeug belegen. Wer will kann auch mit Chilli, Pfefferkörnern oder Meersalz experimentieren.

Abkühlen lassen und in Stücke brechen.

Viel Spaß damit!

Penne mit Lachs

Zutaten

  • 1 kleine Zwiebeln
  • 200 g frischen Lachsfilet
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • 1-2 ELMehl
  • 50 ml Weißwein Wermut
  • 200 ml Schlagsahne
  • 250 ml Gemüsebrühe (Instant)
  • 400 g Nudeln (z. B. Penne)
  •    Salz
  •    Pfeffer
  • 1 PriseZucker
  •    Dill

Zubereitung

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Lachs in Würfeln schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Öl in einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Zwiebel darin andünsten. Mit Mehl bestäuben und ca. 1 Minute anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und ca. 2 Minuten einkochen lassen. Sahne und Brühe dazugießen, ca. 5 Minuten bei starker Hitze kochen. Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten garen. Lachs zur Soße geben und ca. 6 Minuten bei schwacher Hitze garen. Soße mit Dill, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Nudeln abgießen und mit der Soße auf Tellern anrichten.

Die Nudeln waren diesmal aus Eigenproduktion und mit Spinatpulver gefärbt.

Kürbissuppe

Der Herbst ist zwar schon fast rum aber zwei Dinge dürfen trotzdem nicht fehlen: Kürbis und Suppe und am besten gleich gemeinsam.

Feine K?rbissuppe

Zutaten:

ca. 1,2 kg Kürbis (vorzugsweise Butternuss)
2 EL Butter
1/8 l trockener Sherry
3/8 l Gemüsebrühe
100 g geschälte gemahlene Mandeln
200 g Sahne
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Muskat

Zubereitung:

Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In der Hälfte der erhitzten Butter andünsten mit Sherry ablöschen und einkochen lassen. Dann heiße Brühe dazugießen und den Kürbis in ca. 30 Minuten zugedeckt weich garen. Fein gemahlene, leicht geröstete Mandeln zufügen und das ganze 15 Minuten leise köcheln lassen. Suppe durch ein Sieb passieren, in den Topf zurückgeben und aufkochen. Sahne und restliche Butter nach und nach unter die Suppe rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Um ganz ehrlich zu sein, mache ich immer die faule Variante:
Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Kürbiswürfel, Sherry, Brühe und Mandeln in einen Schnellkochtopf geben und ca. 10 Minuten bei höchster Stufe kochen. Anschließend mit dem Pürrierstab fein pürrieren und die Sahne dazugeben. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken,

Mit einem Klecks Schmand bzw. Crème fraiche, ein wenig Kürbiskernöl, gerösteten Kürbiskernen und Balsamico creme anrichten.

Nackede Dampfnudeln

Es gibt so Rezepte da traut man sich einfach nicht hin. Meist sind das Rezepte die man von jemandem kennt der die perfekt beherrscht. Für mich waren die Dampfnudeln, oder wie man im schwäbischen sagt, die „nackede Dampfnudeln“, so ein Rezept. Von Kindheit an bin ich damit aufgewachsen und meine Mutter beherrscht sie im Schlaf und ohne jegliche Mengenangaben.

Zutaten:

500 g Mehl
100 g Butter
2 Eier
1 Pck. Trockenhefe
ca. 1/4 l lauwarme Milch
1 Prise Salz

ca. 1/8 l Wasser
eine gute Prise Salz
Butterschmalz

Zubereitung:

Aus dem Mehl, der Butter, den Eiern, der Hefe (Trockenhefe), der Milch und dem Salz einen glatten Teig kneten bis er Blasen wirft. Den Vorteig erspare ich mir immer weil ich Trockenhefe verwende.
Den Teig ca. 1/2 Stunde gehen lassen und dann kleine Kugeln formen. Nochmals gehen lassen bis sie fast doppelt so groß sind.

In einer gußeisernen Pfanne das Butterschmalz zergehen lassen, das Wasser und die Prise Salz dazugeben. Dann die Hefekugeln mit ein wenig Abstand in die Pfanne geben, sie gehen nochmals auf und mit einem Deckel verschließen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze werden sie ca. 20 Minuten gebraten. Die letzten 5 Minuten die Temperatur hochdrehen damit der Fuß knusprig und braun wird. Während der Zeit darf der Deckel auf keinen Fall angehoben werden, da die Dampfnudeln sonst zusammenfallen.

Nacked heißen sie wohl deshalb weil sie unten einen braunen Fuß haben und ansonsten käsbleich sind.

Als Beilage gibt es Obstkompott, bei uns heute Schattenmorellen.

Sächsischer Stollen

Heute habe ich Reste aufgebraucht. Beim durchstöbern meiner Vorräte habe ich ein paar Teile entdeckt die unbedingt weg mussten. Beim Überlegen was ich mit den Mandeln und den Cranberries machen könnte fiel mir zur Jahreszeit passend der gute alte Stollen ein.

Zutaten:

2 Pfund Mehl
150-180 g Zucker
300 g Butter
1/2 Pfund Korinthen
1/2 Pfund Sultaninen

neu: 200 g Cranberries

100 g gemahlene Mandeln

100 g weiße gehackte Mandeln
einige Tropfen Bittermandelöl
100 g feingewiegtes Zitronat
8 g Salz
ca. 3/8 – 1/2 Liter Milch
40 – 50 g Hefe

Zum Bestreichen:
50 g Butter und ca. 200 g Puderzucker

Zubereitung:

Die Hefe wird am Abend zuvor mit 1/8 Liter lauwarmer Milch aufgelöst und so viel Mehl dazugegeben, bis es ein dünner Teig ist, dann zugedeckt stehen lassen, das übrige Mehl zur Wärme gestellt und am andern Morgen der Teig gearbeitet. Oder früh morgens wird ungefähr ein Drittel des Mehles und die mit 3/8 Liter lauwarmer Milch aufgelöste Hefe zu einem glatten Hefenstück angemacht und warmgestellt. Nach 1 1/2 – 2 Stunden gibt man das übrige Mehl, Zucker, Butter, Salz, Zitrone zu, arbeitet einen festen Teig, dem man, falls notwendig, noch etwas warme Milch zufügt. Ist der Teig schön glatt gearbeitet und löst sich von der Schüssel, gibt man die vorgerichteten, gereinigten Sultaninen, Korinthen, Mandeln und Zitronat dazu und vermengt dann alles. Nun wird der Teig zugedeckt und wieder zum Gehen warmgestellt. Ist dies erreicht, wird er von allen Seiten zusammengeschlagen und wie ein zugespitzter Brotlaib geformt. Dann wird er mittels eines Rollholzes oder einer Weinflasche in der Mitte ziemlich stark eingedrückt und etwas gerollt, jedoch müssen die beiden Seiten noch dick bleiben während in der Mitte der Teig ziemlich dünn ist. Nun wird das Ganze mit zerlassener Butter bestrichen, drei Viertel übereinandergeschlagen und auf ein mit Butter bestrichenes Blech gelegt. Nachdem man den Stollen nochmals kurze Zeit (ungefähr 1/2 Stunde) hat gehen lassen, backt man ihn in gut heißem Ofen etwa 1-1 1/4 Stunden. Sobald der Stollen aus dem Ofen kommt, wird er mit zerlassener Butter bestrichen dick mit Staubzucker bestreut.

Der Einfachheit halber nehme ich Trockenhefe, damit entfällt der Vorteig.

Also einfach alle Zutaten mischen und mehrere Stunden gehen lassen. Die Menge ergibt 2 größere Stollen die aber auf ein Backblech passen. Bitte aufpassen weil der Teig im Ofen nochmal aufgeht. Die Stollen streiche ich mit ca. 200 g Butter ein, das macht den Teig nocheinmal zusätzlich mürbe.

Ach ja, beim Zitronat nehme ich nur die Hälfte weil meine Familie das nicht so gerne mag.

Ich wünsche einen guten Appetit!

Das Rezept stammt aus meinem LieblingskochbuchKochbuch 004 Kochbuch 001

Schwabenrezept: Gaisburger Marsch

Gaisburger Marsch

Gaisburg ist heute ein Stadtteil von Stuttgart. Angeblich sollen die Männer von Gaisburg in einem Krieg gefangengenommen worden sein. Den Frauen wurde erlaubt, ihnen Essen zu bringen, jedoch nur eine Schüssel pro Mann. Damit ihre Männer nicht nur gut versorgt waren, sondern auch wieder zu Kräften kamen, wurde in die Schüssel alles hineingegeben, was gut und nahrhaft war.

Zutaten:

Für die Brühe:
500 g Suppenfleisch
eine halbe an der Schnittfläche geröstete Zwiebel
1 Portion Suppengrün
etwas Fertigbrühe, Pfeffer und Salz
(das ganze, bis auf das Fleisch, lässt sich auch durch durch 1,5 Liter fertige Fleischbrühe ersetzen)

Für die Einlage:
500 g geschälte rohe Kartoffeln (mehlige Kartoffeln)
3 Tassen Spätzle (es gehen auch fertige Spätzle)
eine feingehackte, in Butter gebräunte Zwiebel
etwas Schnittlauch

Zubereitung:
Fleisch und Gemüse in einer Brühe ca. 2 Stunden weichkochen (oder im Schnellkochtopf 20 Minuten). Brühe durchseihen und leicht abwürzen (es kann aber auch Fertigbrühe verwendet werden). Kartoffeln in Würfel schneiden und ebenfalls in die Brühe geben und darin langsam garen.
Inzwischen das Suppenfleisch würfelig schneiden und ebenfalls in die Brühe geben. In einer Terrine anrichten, die Spätzle ebenfalls in die Brühe geben und die angebräunten Zwiebeln und frisch geschnittenen Schnittlauch darübergeben.

Schmeckt einfach Klasse.

Ich wandle das Gericht auch manchmal ab und nehme z.B. anstatt dem Fleisch geschnittene Wiener Würstchen oder anstatt der Spätzle Suppennudeln. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Was aber unbedingt nötig ist, ist die gebräunte Zwiebel, ohne die kommt kein „Gschmäckle“ rein. (Vorsicht an alle Schwaben ich meinte damit nicht das besondere „Gschmäckle“.)